Decentralized Finance – Ein neuer Hype im Krypto-Sektor oder der Beginn von etwas Großem?

von Alexander Mayer, am Montag, 26.4.2021

Jeder Investor hat mittlerweile schon mindestens einmal den Begriff Bitcoin gehört. Selbst Mainstream-Medien verfolgen bereits seit langer Zeit die Entwicklung der Kryptowährung. Spätestens seit dem Rekordjahr 2017 und der Mündung in das Allzeithoch bei knapp 20.000 Dollar Anfang 2018 hat Bitcoin weltweite Bekanntheit erlangt. Es verbirgt sich jedoch noch wesentlich mehr hinter dem Ganzen als nur Bitcoin, ein ganzes Ökosystem wartet darauf, von mutigen Investoren entdeckt zu wer-den, die ähnliche Chancen suchen wie damals in der frühen Phase der Internet-Bubble.

 

Bitcoin hat 2020 bereits einen wilden Ritt hinter sich

Auch in diesem Jahr ging es bereits wild her für den Krypto-Sektor. Ein starkes erstes Quartal wurde jäh unterbrochen durch den massiven Corona-Crash, durch den der Bitcoin-Kurs mehr als 60 Prozent einbüßen musste, jedoch war die anschließende Erholung mindestens genauso beeindruckend. Ein weiteres wichtiges Event war das sogenannte Halving im Mai, bei dem die neu erzeugte Menge von Bitcoin halbiert wurde, von vorher 12,5 auf nun nur noch 6,25 Bitcoin pro erzeugtem Transaktionsblock. Dieses Ereignis findet, vom Programmiercode der Bitcoin-Blockchain so festgelegt, nur alle vier Jahre statt und wird jedes Mal von einer Menge Volatilität des Preises begleitet.

Aufgrund der reduzierten Menge an neuerzeugten Bitcoin hat sich daraus ein populär gewordenes Preismodell entwickelt, das Bitcoin-Stock-to-Flow-Modell, welches die Kursentwicklung basierend auf der so entstehenden Seltenheit von Bitcoin berechnet. Der Kryptowährung werden aus diesem Grund mittlerweile ähnliche Eigenschaften wie Gold zugesprochen. Bisher folgt der Preis diesem Modell beeindruckend genau und die jüngste Kursrally von Bitcoin im Frühsommer, die den Preis wieder über die Marke von 10.000 Dollar gehoben hat, nährt die Hoffnungen, dass die nächste lange bullishe Phase für den ganzen Sektor begonnen hat. Anleger spekulieren auf den nächsten parabolischen Peak, ähnlich dem zum Jahreswechsel 2017/18. Die Analysten-Prognosen gehen hier weit auseinander, der Tenor der Optimisten liegt jedoch bei einem sechsstelligen Kursziel. Einige gehen sogar soweit, die Millionen Dollar Marke für Bitcoin als Ziel zu setzen, wenn nicht in diesem, dann im nächsten „Halving-Zyklus“.

 

Unter der Oberfläche steckt ein wesentlich komplexeres, stark wachsendes Ökosystem

Man sollte Bitcoin jedoch nicht isoliert betrachten, um die ganze Tragweite des wieder neu erwachten Hypes um die Blockchain-Technologie zu verstehen. Es steckt ein immer größer werdendes, komplexes Ökosystem dahinter, welches keinen geringeren Anspruch hat, als die traditionelle Finanzwelt durch ein technologisches Upgrade mit einer dezentralen Variante zu ersetzen.

Ein wesentlicher Kurstreiber von 2017 war die Ethereum-Blockchain und diverse darauf stattfindende Projekte. Während die Bitcoin-Blockchain im Kern recht simpel gestaltet ist und sich der Anspruch rein darauf richtet, ein unabhängiges Zahlungssystem zu errichten und Bitcoin als digitales Gold zu etablieren, ist die Ethereum-Blockchain ein wesentlich komplexeres Konstrukt.

Grob zusammengefasst kann man Ethereum als dezentrales, global funktionierendes Betriebssystem beschreiben, auf dem diverse Applikationen errichtet werden, die man mit gängigen Computerprogrammen oder ganzen Plattformen wie Social Media, E-Commerce oder eben finanziellen Dienstleistungen wie Paypal und Co. vergleichen kann. Das bahnbrechende Ziel soll sein, dass die Ethereum-Blockchain dezentrale Varianten aller gängigen digitalen Konstrukte ermöglicht, die derzeit unser Leben prägen. Somit können Dritt- Parteien aller Art ausgeschaltet werden, seien es Banken, Datenanbieter,  Bezahl-Plattformen oder alles, was mittlerweile sonst noch unser digitales Leben bestimmt. Funktionieren soll dies mit sogenannten „Smart Contracts“, intelligenten, sich selbst ausführenden Verträgen, die über das Ethereum-Netz-werk abgebildet werden. Eine gute Ein-Satz-Zusammenfassung wäre folgende: Ethereum ist programmierbares Geld, frei von menschlicher Korrup-tion und begründet auf mathematischen Algorithmen. So zumindest das ausgerufene Ziel der weltweit tätigen Entwickler.

 

ICOs waren gestern, jetzt gibt es einen neuen Hype

2017 war das Aufkommen sogenannter Initial Coin Offerings (ICOs) für einen wesentlichen Teil des Hypes um die Blockchain-Branche verantwortlich. Bei einem ICO werden Token, die auf der Ethereum-Blockchain konzipiert wurden, gegen Fiat-Geld (Euro, Dollar, etc.) oder Kryptowährungen an die Interessenten ausgegeben. Es lässt sich also grob mit einem IPO vergleichen – nur ohne Regulation und in einer viel früheren Unternehmensphase. (...)

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