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von Kategorie: Finanzwelt Hilfen & Tipps

Die (Un-)Überwindbaren 10.000

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Gefühlt ist die Sache klar: Der Dax kommt nicht in Schwung. Gefühlt dümpelt der deutsche Leitindex seit Monaten zwischen 9000 und 10.000 Punkten dahin. Auf ein paar Gewinntage folgen prompt wieder Verluste. Ganz besonders die Marke von 10.000 Punkten scheint ein unüberwindbares Hindernis zu sein.

Und das ist nicht bloß nur so ein Gefühl. Die historischen Kurse zum Dax belegen das. Diese historischen Kurse z.B. zum Dax werden auf dem sogenannten Snapshot angezeigt. Unterhalb des Charts und der Top-/Flop-Aktien lassen sich dort Eröffnungs-, Hoch-, Tief- und Schlusskurse sowie Handelsvolumina selbst für weit zurückreichende Zeiträume abrufen.

Am 7. Januar 2016 ist der Dax unter die markante Schwelle von 10.000 Punkten gerutscht. Seitdem ist er insgesamt zwölf Mal wieder in den fünfstelligen Bereich geklettert. Nur drei Mal jedoch konnte er die 10.000 Punkte auf Schlusskursbasis verteidigen.

  • am 23. März mit 10.023 Punkten
  • am 30. März mit 10.047 Punkten und gestern
  • am 13. April mit 10.026 Punkten

Hier auch im Bild zu sehen:dax

 

Kein einziges Mal ist es ihm also gelungen, an zwei aufeinander folgenden Handelstagen mit mehr als 10.000 Zählern aus dem Handel zu gehen. Auf Gewinne folgten prompt Verluste.

  • Am 24. März schloss der Dax bei 9851 Punkte
  • Am 31. März schloss der Dax bei 9965 Punkte

Das Gefühl, dass der Dax nicht in Schwung kommt, trügt offenbar nicht. Wie ein Blick in die historischen Kurse zeigt, kann sich der deutsche Leitindex einfach nicht im fünfstelligen Bereich festsetzen.

Zudem steckt dem Dax offenbar die Schwächephase zu Jahresbeginn immer noch in den Knochen. Auch das ist mehr als nur ein Gefühl, wie der Dax-Chart zeigt. Während die wichtigen US-Indizes ihre Verluste im bisherigen Jahresverlauf wettgemacht haben, notiert der Dax weiter deutlich im Minus.

dax dow

Es gibt aber ein klein wenig Hoffnung für den deutschen Aktienmarkt. Dem Dax könnte heute genau das Kunststück gelingen, an dem er seit Anfang des Jahres stets gescheitert ist: an zwei Handelstagen hintereinander im fünfstelligen Bereich zu schließen. Damit dürfte vielleicht das das Gefühl der unüberwindbaren 10.000 schwinden.

Foto: Kostov/shutterstock.com

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Kommentare

  1. Havanna, 29. April 2016, 00:49

    Dass die Börse zu einem hohen Anteil durch psychologische Faktoren gesteuert wird, zeigte sich in den letzten Monaten immer häufiger. Die „Wertpapieranlage“ hat fundamental erheblich an Glücksspiel-Mentalität gewonnen. Volatilität und mehrfach abrupte Kurswechsel zeugen von der (seismo-)graphischen Darstellung her eher von aufziehenden Erdbeben als der Wertentwicklung deutscher Großkonzerne ! Eines muss man der Börse aber lassen : Die Gewinnchancen stehen bei genau 1:1 – das liegt knapp über denen des Roulettespiels…
    Ist erst einmal die Bankenreform abgeschlossen, werden Investments sicherlich standesgemäß über Spielbanken vertrieben. Ein schneller Wechsel zwischen Baccara, Black Jack, Roulette und Wertpapieren gehört dann zum innovativen Anlageangebot für Kunden, die dann Gäste heißen…!

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    • Jens Friedrich, 29. April 2016, 09:02

      Ein schöner Vergleich. :-)
      Wobei gegenwärtig wohl auch das geldpolitische Umfeld einen großen Anteil an der Volatilität hat.

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  2. Otto, 16. April 2016, 09:56

    Dass der DAX im Gegensatz zu den US-Indizes seine Verluste noch nicht kompensieren konnte, liegt daran, dass einige Firmen im DAX stärker von Exporten nach China abhängig sind. US-Firmen sind nicht so stark exportabhängig. Anleger sollten grundsätzlich international breit streuen, statt sich nur auf den DAX zu konzentrieren. Der DAX spielt aus globaler Sicht nur eine unbedeutende Rolle.
    Von solchen Zahlenspielchen um die 10000-Punkte-Marke halte ich gar nichts. Die 10000 ist nicht bedeutender aus jede andere beliebige Zahl. Die Hintergründe einer Marktentwicklung sind wichtig.

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